Qualitätsoffensive an Hamburgs Schulen ist bitter nötig

Die Schülerzahlen in ganz Hamburg steigen rasant an. Auch in den Gebieten, die von den Schließungen der katholischen Schulen betroffen sind, ist dies der Fall. Der Hamburger Senat setzt sich über alle Argumente gegen die Schulschließungen hinweg und bleibt dabei, die bereits feststehenden und noch geplanten Schulschließungen umzusetzen. Die Spitzenkandidatin der FDP Hamburg, Anna von Treuenfels, meint dazu: „Anstatt zuzuschauen, wie etablierte Schulstandorte aufgegeben werden, sollte der Senat alle bestehenden Standorte in seine Schulbauplanungen einbeziehen.“ Diese Bildungspolitik hält auch der Direktkandidat für das Alstertal und die Walddörfer, Finn Ole Ritter, für „nicht hinnehmbar und wenig nachhaltig“.

Zukunft wird in Schulen gemacht

Neben der Fehlplanung für Schulbauten in der Zukunft, dürften auch die aktuellen Herausforderungen in den bestehenden Schulen nicht außer Acht gelassen werden. Schon jetzt würden viele mit überfüllten Klassen, unbesetzten Lehrerstellen und Unterrichtsausfall kämpfen. Auch die Digitalisierung müsse weiter vorangetrieben werden. Allein die Anschaffung der technischen Ausstattung reiche nicht aus, es müssten auch Lehrkräfte da sein, die mit den neuen Medien umgehen könnten und in der Lage seien, diese in den Unterricht einbinden zu können. Das digitale Klassenzimmer bietet laut Anna von Treuenfels die Möglichkeit, die individuelle Förderung eines jeden Schülers sicherzustellen. Die Maßnahmen aus dem Schulstrukturfrieden müssen nun rasch umgesetzt werden, fordert die FDP Hamburg.

„Wir brauchen gerade am Anfang der Bildungsbiografie eine solide Basis an Grundfertigkeiten wie lesen, schreiben und rechnen. Richtig gute Bildung erkennt man an deren Qualität! Deshalb fordern wir eine Qualitätsoffensive an Hamburgs Schulen! Es reicht nämlich nicht aus, neue Lehrerstellen zu schaffen, diese müssen auch besetzt sein. Es reicht nicht aus zu schauen, wie viele Inklusionskinder an den einzelnen Schulen lernen, es müssen auch Maßnahmen ergriffen werden, dass sie dort gut gefördert werden und einen Abschluss schaffen.“

Finn Ole Ritter

Schule muss den Wandel mitgestalten

Die Wirtschaft, Gesellschaft und die ganze Welt befänden sich in einem rasanten Wandel. In der Schule würden aber immer noch Fächer unterrichtet, die es schon vor 100 Jahren gab, so Ritter. Heutzutage komme es viel mehr auf die Zusammenhänge an. Nur wer Zusammenhänge erkennen könne, hätte die Chance, die Welt zu verändern! Und diese Veränderung ist angesichts z.B. des Klimawandels auch bitter nötig! Aus Sicht der Liberalen bestimme Bildung in wesentlichem Maße die Zukunftschancen.

Der Schulstrukturfrieden – Eine Errungenschaft liberaler Politik

Viele konkrete Maßnahmen wurden deshalb in den Schulstrukturfrieden hineinverhandelt. Die Grundsteine für eine erfolgreiche Bildungsbiografie und somit für Chancengerechtigkeit würden bereits in der Grundschule gelegt, deshalb plädiert die FDP dafür die Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen zu stärken. Die Bildungspläne sollen dahingehend überarbeitet werden, dass sie konkretes Wissen und Kompetenzen wieder ins Gleichgewicht bringen.

„Besonders im Hinblick auf die immer tiefer reichende gesellschaftliche Spaltung, nicht zuletzt ausgelöst durch populistische und radikale politische Kräfte, brauchen wir starke, in ihrer Meinung gefestigte Bürger, die sich nicht durch leere Parolen beeinflussen lassen.“ so Ritter.

Das digitale Klassenzimmer

Die Freien Demokraten wollen zudem ein digitales Klassenzimmer, das die Chancen der technischen Möglichkeiten für die Bildung der Kinder nutzbar macht. Des Weiteren soll die beste Förderung von Schülern durch Lerngruppen und den gleichberechtigten Einsatz von innerer und äußerer Differenzierung ermöglicht werden, denn alle Schüler hätten ein unterschiedliches Lerntempo und verschiedene Bedarfe. Sie müssten individuell und entsprechend ihres Lernstandes bzw. ihrer Leistungsfähigkeit gefördert werden.

Im Zentrum der liberalen Bildungspolitik steht immer die Fokussierung auf das Individuum. Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Freiheit im Denken und Handeln sowie Selbstbestimmung seien Grundlage dafür, eigenständige Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen.

„Aus den Kindern und Jugendlichen sollen später Erwachsene werden, die sich weder vom Staat vorschreiben lassen, wie sie ihr Leben zu gestalten haben, noch sich in die soziale Hängematte legen. Vielmehr wollen wir mit unserer Bildungspolitik erreichen, dass Menschen aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben, bereit sind, Leistung zu erbringen und ihr eigenes Leben somit frei gestalten können.“

Finn Ole Ritter

Für die Liberalen ist jeder Mensch der beste Experte für sein Leben und mündig genug, Probleme selbst zu erkennen und Lösungen dafür zu finden. „Wir Liberale trauen den Menschen etwas zu. Deshalb treten wir mit ihnen in den Dialog anstatt sie mit weiteren Einschränkungen zu drangsalieren oder ihnen Vorschriften zu machen, wie sie sich zu verhalten haben, um als gute Bürger zu gelten.“, so Ritter.

Die Liberalen wollen jedes Kind durch Bildung dazu befähigen, ein Lebens-Experte zu werden.


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