Wochenmärkte sind ein Teil des gesellschaftlichen Miteinanders und weit mehr als nur ein Beschaffungsangebot für Obst, Gemüse und jahreszeitliche Blumen: So sieht die FDP- Fraktion in der Bezirksversammlung Wandsbek die mehr oder weniger gut besuchten Wochenmärkte im Bezirk und ruft daher das Bezirksamt dazu auf, den Markthändlern das Leben zu erleichtern und nicht durch Bürokratie und Kosten zu erschweren. Gerade erst hat der Ausschuss Mobilität und Wirtschaft der Bezirksversammlung – gegen die Stimmen der FDP – einer vom Bezirksamt geforderten Erhöhung der Standgebühren zugestimmt. Dabei, so die FDP Fraktion Wandsbek, sei die Berechnung der Kosten nicht wirklich überzeugend dargelegt worden. Wie aus der Antwort des Bezirksamtes auf eine entsprechende Kleine Anfrage der FDP auf Initiative des Fraktionsmitgliedes Finn Ole Ritter hervorgeht, werden beispielsweise die Personalkosten für die Marktmeister des Wochenmarktes in Volksdorf mit über 100 Marktständen gleich hoch angesetzt wie die des Marktmeisters des Wochenmarktes Wohldorf-Ohlstedt mit durchschnittlich 15 Ständen. Die Gebührenerhöhung berücksichtigt in keiner Weise den Aufwand der Marktmeister vor Ort und schwächt, so die FDP, gerade die kleineren Wochenmärkte. Laut Auskunft des Bezirksamtes wurden keine Marktstandorte seit 2010 aufgegeben – dabei, so die FDP Fraktion Wandsbek, vermissen viele Anwohner ihren Gemüse- oder Backwaren-Händler aus früheren Jahren. Beispielsweise gibt es keinen tatsächlichen Wochenmarkt mehr am Tegelsbarg, wiewohl dieser auf der Website hamburg.de/wochenmarkt-wandsbek noch gelistet ist.


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